Max Goes To Norway

Aus Fotografien von Wasserspiegelungen, aufgenommen auf einer Reise nach Norwegen, entstand eine Serie aus Malerei und Collage, eine abstrakte Bildwelt, in der Erinnerung, Naturbeobachtung und Imagination ineinanderfließen. Der Titel ist eine Reverenz an Max Ernst, dessen surreale Schöpfungsprozesse... Frottage, Décalcomanie, das Vertrauen in das Unkontrollierbare, hier nachwirken. Norwegen wird dabei nicht zur bloßen Kulisse, sondern zum Anlass, Natur selbst als surrealen Vorgang zu begreifen: etwas, das sich permanent neu erfindet, das keine endgültige Form kennt. In den Spiegelungen des Wassers erscheint eine Wirklichkeit im Wandel, nie festzuhalten, immer schon woanders.

Ausgewähltes Werk

Max goes to Norway AK Feld3

Acryl auf Büttenpapier • 2026

42 × 30 cm

Ich wollte die Eindrücke einer norwegischen Landschaft einfangen – nicht als Abbildung, sondern als Farbgedächtnis. Die braune Linie entstand durch schnelles, entschlossenes Auftragen mit der Spachtel. Sie gibt dem Bild Halt und teilt die Fläche. Das Büttenpapier nimmt die Acrylfarbe anders auf als Leinwand – es entstehen diese rauen, offenen Stellen, wo die Papierstruktur durchkommt. Die weißen Partien habe ich mit einem trockenen Pinsel eingearbeitet, fast gewischt. Das Blau musste intensiv sein, fast leuchtend – es sollte an diese klaren skandinavischen Himmel erinnern, die man im Sommer dort oben sieht.

Max goes to Norway AK Feld3