Blaupause

In der Psychologie bezeichnet die Blaupause frühe Erfahrungen, die als innere Muster spätere Wahrnehmungen und Beziehungen prägen. In diesem Sinn werden Naturerfahrungen hier zu Resonanzräumen, die sich in der Malerei verdichten. Die Serie bewegt sich zwischen idyllischer Naturdarstellung und subtiler Expressivität. Wind, Wasser, Erde und Land übersetzen sich in eine abstrakte, atmosphärische Bildsprache... wobei ihre Grenzen sich zunehmend verschieben: Land wird zu Wasser, Wind zur Erde, das Vertraute zum offenen Bildraum. Im Zentrum steht die Natur als eigenständige, kraftvolle Präsenz. Der Mensch tritt als Betrachtender hinzu, ausgesetzt ihrer Energie, ihrer Größe, ihrem Eigenleben. So entsteht eine Malerei, die Natur nicht abbildet, sondern als Bewegung, Spannung und Transformation erfahrbar macht.

Ausgewähltes Werk

Blaupause G1

Acryl und Pigmente auf Büttenpapier • 2026

78 × 53 cm

Blaupause G1